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Martin Pohl

Biographie

1961 Geboren in Tarsch, Südtirol. Lebt und arbeitet in St. Pauls und Wien
1987 bis 1992, Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Ernst Caramelle
1993 bis 1995, Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien
2002 bis 2004, Arbeitsstipendium für Paris
2003 bis dato, "The artist's Kitchen", 3 artists residences in Vienna, Soravia Group, TownTown
2005 bis 2006, Arbeitsstipendium für Wien

Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellung im In- und Ausland

Zum Werk

„Pohl kann in seiner Reduktion auf fundamentale Malvorgänge zu den Vertretern einer prozessualen Malerei gezählt werden. Prozessuale Malerei ist der Versuch, Bildgestaltung primär aus maßgeblichen Eigenschaften und Reaktionsweisen der Farben zu entwickeln und nicht aus narrativen oder kompositionellen Vorstellungen.

Durch An- und Zumalen, Zuspachteln, Tropfen, Spritzen, Eintauchen und Anschütten entstehen kreativ gelenkte Selbstdarstellungen von Malerei, in denen die Konsistenz der Farbe in ihrem Verhältnis zur Schwerkraft und zur Beschaffenheit des Bildträgers sichtbar wird. Grundgelegt waren solche Ansätze in der gestisch-prozesuallen Malerei des Informel, deren zunehmende Entleerung zur pathetisch-akademischen Attitüde aber zum Gegenbild dieser neuen selbstreflexiven Malerei wurde. Das Ergebnis prozessualer Malerei in reinster und reduziertester Form sind Monochromien wie die von Yves Klein oder musterartige All-over-Strukturen wie Jackson Pollocks „drip paintings“. Aber bis heute gibt es ein breites Spektrum unterschiedlichster individueller Ausformungen dieses Phänomens. Martin Pohl nimmt darunter eine konsequent eigenständige Position ein.

zitiert aus dem Katalog Martin Pohl, Seite 45, ISBN 978-88-7283-420-6


Ausstellung / Werke

Die weißen Berge