Galerie Trapp

Fabian Patzak

"Variations – Kulturengeflechte"

Vernissage: Freitag, 14.04.2017, 19:00 Uhr

Einleitende Worte spricht Fr. Dr. M. Zuckriegl

06.04. - 31.05.2017


Fabian Patzak hat nach einer intensiven Auseinandersetzung mit moderner Nachkriegsarchitektur seinen Blick nun auf die Details gerichtet: Formen und Muster. Während er weiterhin architektonische Elemente, die in Gebäuden Westeuropas und den Vereinigten Staaten zu finden sind, in seine Arbeiten einbezieht, nehmen die neuen Arbeiten in „Variations – Kulturgeflechte“ einen besonderen Bezug auf historisch nicht-westliche Muster. Patzak untersucht die Grenzen zwischen dem was wir in der modernen Geschichte als kulturelle Chiffren sehen und dem wie wir diese in unterschiedlichen Kontexten klassifizieren.


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Fabian Patzak, Variation on a Brick Wall, 2016, Öl auf Leinwand, 60x80cm
Fabian Patzak
Variation on a Brick Wall

Fabian Patzak, Variation on a Moroccan Pattern in Italy II, 2016, Öl auf Leinwand, 100x120cm
Fabian Patzak
Variation on a Moroccan Pattern in Italy II

Fabian Patzak, Variation on a Concrete Screen Wall III, 2017, Öl auf Leinwand, 60x80cm
Fabian Patzak
Variation on a Concrete Screen Wall III

Fabian Patzak, Variation on a Bank Building in Vienna, 2016, Öl auf Leinwand, 100x120cm
Fabian Patzak
Variation on a Bank Building in Vienna



Mit einer feiner ausgearbeiteten Farbanwendung und einer neuen Körperlichkeit beim Farbauftrag verflechten sich die architektonischen Verweise erstmals in seinen Arbeiten mit zarteren Textilmustern. Diese Entwicklung ergibt sich aus der Überlegung, dass das Raster als Grundlage für die Architektur sowie für die Weberei dient.

Die Zeichnungen für Patzaks neuer Serie entstehen als Bleistiftskizzen auf Millimeterpapier, welche der Künstler in weiterer Folge in Ölmalereien auf Leinwand überträgt. Das Raster bleibt in jedem seiner Werke teilweise sichtbar. Ein konzeptioneller und kompositorischer Bestandteil, der Teil seines malerischen Geflechts wird und die Grundlage für einen Freiheitsgrad während des Malprozesses bildet, der bisher unbekannt in seinen Arbeiten war. Die daraus resultierenden Strukturen offenbaren Ausschnitte von Formen und Mustern die Momentaufnahmen aus dem Alltag des Künstlers preisgeben: Ein marokkanischer Boucherouite-Teppich, eine dekorative Betonwand in einem Gemeindebau oder die Fassade eines modernen Wolkenkratzers. Er nennt diese Werke „Variations“. Variationen die auf den ursprünglichen Zweck und die ursprüngliche Form Bezug nehmen.

In einem anhaltenden Diskurs mit seiner eigenen bikulturellen Herkunft zeigen diese neuen Werke, dass Patzak weiterhin mit Begriffen kultureller Herkunft, kultureller Überschneidungen, Vermengungen und Spannungen ringt, die uns aus unserer Geschichte bis in die Gegenwart prägen. Dieses Ringen begleitet den Entstehungsprozess der „Variations – Kulturgeflechte“.