Galerie Trapp

Hubert Schmalix

"Eine Wanderung"

Vernissage: Donnerstag, 17.03.2016, 19:00 Uhr

17.03. - 07.05.2016

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.



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Hubert Schmalix (*1952) nimmt innerhalb der neuen Malerei eine bedeutende Position, mit internationaler Anerkennung, ein. Mit Salzburg ist der Künstler über den Ausstellungsbetrieb hinaus eng verbunden. In den 1990er Jahren gestaltet er drei großflächige Fresken in der Stadt, darunter den Altarraum der Kirche St. Paul.

Zum ersten Mal sind nun die Arbeiten von Hubert Schmalix in der Galerie Trapp zu sehen, die die Vertretung des Künstlers in Salzburg übernommen hat. Acht Gemälde auf Leinwand hat er eigens für diese Ausstellung im Frühjahr gemalt. Weitere acht großformatige Arbeiten werden im Sommer, anlässlich der Kirchenweihe St. Paul vor 20 Jahren, im Kunstraum St. Virgil ausgestellt.

In Öl gemalt, präsentiert Hubert Schmalix in der Galerie Trapp nun Landschaftsmalereien im mittelgroßen Format. Die klar durchdachten Bilder zeigen menschenleere, idyllische Orte, in denen auch das Schöne erlaubt ist. Als wesentliches Element bleibt das Spiel zwischen Fläche und Linie auch in dieser Serie bestehen. Über dieses Wechselspiel und die ungewöhnlichen Farbzusammenstellungen bricht der Künstler seine Werke immer wieder auf. Es sind offene, lebendige Bilder in denen eine Haltung der Klarheit und Gelassenheit für die Betrachter spürbar bleibt.
Zu den Ausstellungen veröffentlicht die Galerie Trapp einen Katalog.


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Hubert Schmalix, Eine Wanderung (II), Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm, 2016
Hubert Schmalix
Eine Wanderung (II)

Hubert Schmalix, Eine Wanderung (VI), Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm, 2015
Hubert Schmalix
Eine Wanderung (VI)

Hubert Schmalix, Eine Wanderung (I), Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm, 2015
Hubert Schmalix
Eine Wanderung (I)

Hubert Schmalix, Eine Wanderung (VIII), Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm, 2015
Hubert Schmalix
Eine Wanderung (VIII)

Hubert Schmalix, Eine Wanderung (X), Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm, 2015
Hubert Schmalix
Eine Wanderung (X)

Hubert Schmalix, Eine Wanderung (IX), Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm, 2016
Hubert Schmalix
Eine Wanderung (IX)














"Hubert Schmalix, St. Paul und andere Bilder"

Vernissage: Freitag, 24.06.2016, 19:00 Uhr im Kunstraum St. Virgil

24.06. - 31.08.2016



Hubert Schmalix, Little Wall - Big, Öl auf Leinwand, 175 x 130 cm, 2015
Hubert Schmalix
Little Wall - Big

Hubert Schmalix, Grapes, Öl auf Leinwand, 175 x 130 cm, 2013
Hubert Schmalix
Grapes

Hubert Schmalix, Peonies, Öl auf Leinwand, 175 x 130 cm, 2014
Hubert Schmalix
Peonies

Hubert Schmalix, Logs - Big, Öl auf Leinwand, 175 x 130 cm, 2015
Hubert Schmalix
Logs - Big

Hubert Schmalix, Rug IV, Öl auf Leinwand, 175 x 130 cm, 2014
Hubert Schmalix
Rug IV












Hubert Schmalix und seine Kunst

Text: MMMAg. Hubert Nitsch


Zeichnung und Malerei
Hubert Schmalix ist in seiner Malerei ein Vertreter der Jungen Wilden Österreichs, der, so wie andere seiner Kollegen auch, in seinem künstlerischen Schaffen zu einer Gegenständlichkeit gefunden hat. In seiner Malerei klebt die Darstellung nie am Dargestellten, obgleich sie immer eine gut überlegte Übersetzung desselben darstellt. Vereinfachung hat bei Hubert Schmalix nichts mit Banalität oder Oberflächlichkeit zu tun, sondern immer mit Präzisierung und Weiterführung. Zeichnung und Malerei sind bei Hubert Schmalix immer wieder in einem fruchtbaren Dialog und werden von ihm nicht vereinzelt eingesetzt. Seine Bilder sind oft sowohl mit Blick auf seine zeichnende Hand zu lesen, als auch mit Blick auf seine malende Geste.

Vertrautheit und Allgemeinheit
Die Sujets von Hubert Schmalix entstammen oft einer Welt, die ihm vertraut ist, einer Welt, die uns vertraut scheint. Ein Akt, eine Landschaft, ein Vorhang, ein Vogel, eine Blume….. damit schafft der Künstler eine innere Anbindung beim Betrachten, die fernab des Voyeuristischen in eine eigene (Gedanken-)Welt ein- und dort auch in die Tiefe führt. Es sind allgemeine Themen, die hier aufgeworfen werden und die Darstellung einer Landschaft ist nicht die Erinnerung des Malers, sondern wird zum Blick des Betrachters auf eine Landschaft und zur Frage an die Landschaften, die uns umgeben. Es gehört wohl zu einer besonderen Gabe, als Künstler solche Vorgänge beim Betrachter anzustoßen. Bei Hubert Schmalix ist sie zu finden.

Konzentration und Öffnung
Die Malweise von Binnenzeichnung mit dem Pinsel und die Gestaltung daraus entstehender Flächen lässt immer auf einen Vorgang des Künstlers schließen, der passiert, bevor er den Pinsel ansetzt. Hubert Schmalix ist keiner, der Entscheidungen dem Zufall überlässt. Die Klarheit der Linien und die Ausgewogenheit der Flächen stellen eine Konzentration dar, die einer Bewegung nach innen gleichkommt. Gleichzeitig öffnet sich der Blick und weitet sich die Wahrnehmung nach außen auf die Welt. Der Betrachter erlangt eine Innenschau, die über den Bildrand hinausgeht. Für mich wird das sichtbar an der Innigkeit der Themen, aber ebenso an der Bildkomposition, die selten eine Grenze festlegt.

Dekor und Inhalt
Gefälligkeit ist in der Kunstbetrachtung wohl eher ein abqualifizierendes Urteil. Bei Hubert Schmalix ist Gefälligkeit und das Gefallen seiner Bilder im Sinne der Qualität erwähnenswert. Natürlich funktionieren seine Werke auch als Dekor, aber die Erkennbarkeit des Dargestellten bleibt nie an der Oberfläche stehen, sodass der damit eingeleitete Tiefgang von Überlegungen des Betrachters/der Betrachterin eine Qualität darstellt, die man bei der ersten Begegnung oft gar nicht vermutet. Das Dekor hatte in der Kunstgeschichte nie Selbstzweck, sondern immer eine hin- und weiterführende Funktion. Schmalix weiss diese Wahrnehmungen zu nutzen und bietet dem Betrachter interessante Zugänge durch die Darstellung alltäglicher vertrauter Lebenswelten, aber auch Tiefgänge zu vorher nicht vermuteten Inhalten.

Privatheit und Öffentlichkeit
Hubert Schmalix begleitet viele Menschen mit einem oder mehreren Bildern in ihren privaten Räumen. Aber ebenso im öffentlichen Raum sind seine Arbeiten sichtbar und Teil der Kulturlandschaft. In beiden Fällen prägt er Menschen, gibt Impulse und lässt in den Bildern auch immer wieder Neues entdecken. In beiden Fällen wird man nicht müde zu schauen und diese Lebendigkeit, dieses permanente Neuausrichten auf eine bildliche Botschaft, ist unverzichtbar für privates und öffentliches Kulturerleben. Hier sei in Salzburg der Hinweis auf die Kirche St. Paul (Fresco, Altar, Ambo, Tabernakel, 1994), das Festspielhaus Salzburg, Schüttkasten (Fresco 1995) oder die Wiener Städtische Versicherung (Fresco 1997) erlaubt. (Hubert Nitsch)